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Man sollte die Hoffnung nie aufgeben...

Aktualisiert: Juli 15

Anfang Juni war Matthäus bei Freunden zu Besuch in Lüneburg. Es war ein schöner Sommertag und sie dachten sich, dass das Wetter perfekt für eine Tour mit dem Tretboot sei.


Somit liehen Sie sich ein Boot aus, fuhren entspannt die Ilmenau entlang und genossen das Wetter. Vorsorglich wurde vorab alles an Schmuck und sogar auch die geliebte Uhr im Rucksack verstaut. Denn jeder kennt es - kurz mal nicht aufgepasst und das gute Stück ist verschwunden. Leider reichten diese Vorsichtsmaßnahmen nicht aus!...


Einer Freundin von Matthäus wurde nach gewisser Zeit kalt, sodass sie aus dem Rucksack ihr T-Shirt herauszog und dabei vergaß, dass in diesem Shirt die Uhr eingewickelt war. So schnell konnte dann leider keiner reagieren, wie die Uhr auch schon im Wasser verschwunden war.


Sie sprangen ins Wasser und tauchten direkt nach der Uhr. Außer ein paar Dosen und ein altes Fahrrad konnten die beiden im Wasser leider nicht finden. Da dies auch sehr trüb war.


Mit gedrückter Stimmung fuhr Matthäus einige Tage später zurück nach Düsseldorf und verabschiedete sich innerlich von dem Gedanken, die Uhr jemals wieder zu sehen...


Auf den Tag genau einen Monat später las Matthäus in der Landeszeitung einen Artikel über uns "Ringfinder.eu" und verspürte sofort wieder die Hoffnung, seine Uhr doch wieder zu bekommen. Er kontaktierte uns direkt, sodass Steven zeitnah mit ihm telefonierte, um die Situation zu beurteilen. Er verwies ihn an Janik, der später nochmals mit ihm sprach, um dann genauere Daten zu erfahren. Zeitgleich kontaktierte ich die Lünepost, Landeszeitung und den NDR, mit der Bitte uns zu begleiten, sodass wir noch mehr Reichweite bekommen und noch weiteren Leuten helfen können.


Da wir dies gleich für eine Zusammenkunft nutzen wollten, fuhren Steven und ich am nächsten Tag auf eigene Kosten nach Lüneburg, wo wir uns dann einen weiteren Tag später mit Janik und Pascal trafen.


In der Zeit die wir auf die beiden Jungs warteten telefonierte ich nochmals mit der Lünepost, um den genauen Treffpunkt abzusprechen. Auch mit dem NDR hatte ich telefoniert, die aber eher an einer Serie mit uns interessiert waren, welche vorab noch geplant werden muss und dann eventuell später folgen wird.


Wie gesagt, trafen wir uns dann später mit Janik, Pascal und dem Reporter von der Lünepost an der besagten Amselbrücke. Dort wurden erstmal die Gegebenheiten überprüft, bevor die Ausrüstung ausgepackt werden konnte. Dumme Sprüche von Passanten und komische Blicke der Polizei blieben dabei nicht aus, was uns aber nicht von der eigentlichen Mission abgehalten hat.





Bevor Janik und Pascal ins Wasser stiegen, wurde Matthäus via Videotelefonie dazu geholt. Leider konnte er aber nicht das komplette Geschehen verfolgen. Nun stiegen Die beiden Taucher ins Wasser und Steven sicherte die Stelle von der Brücke aus mit einem Seil ab und warnte vorbeifahrende Passanten auf ihren Booten. Es kamen Sprüche wie "Hier wollt ihr tauchen, wo man auch stehen könnte?"... Aber genau an der Stelle, an der die Uhr verschwunden war, war das Wasser ca. 2m tief. An der Stelle angekommen, tauchte Pascal auch gleich ab, während Janik die Stelle im Wasser absicherte und Pascal ggf. unterstützte. Sie fanden, Dosen über Dosen, das Fahrrad, welches schon im Grund festgewachsen und verkantet war. Sogar ein Einkaufswagen lag ihnen im Weg.





Nach genau 20min tauchten die beiden auf und Pascal hielt die Uhr in der Hand "Ich habe sie gefunden!"...





Kaum an Land angenommen, rief Steven auch schon bei Matthäus an, mit dem Satz "Ich habe eine schlechte Nachricht für dich. Wir haben eine Uhr gefunden, das ist glaube aber nicht deine"...Steven hielt die Uhr in die Kamera und Matthäus konnte sein Glück kaum fassen. "Ihr seid der Hammer. Kein Wunder, dass ihr auf Google 5 Sterne habt. Ich muss das gleich jedem erzählen!".





Auch wenn die Uhr in diesem einen Monat gut gelitten hat, hat sie für Matthäus jetzt noch mehr Wert als vorher. Denn bei dieser Uhr handelt es sich um ein limitiertes Modell der Marke Nomos Glashütte/ Nomos Tangente, Sondermodell 100 Jahre Bauhaus


Nachdem wir nun den Auftraggeber glücklich machen konnten, genossen wir vier nun noch den Abend gemeinsam und nutzten dies gleich für weitere Absprachen und gemeinsame Unternehmungen.





Am nächsten Tag fuhren Janik und Pascal direkt von Lüneburg nach Düsseldorf, um die Uhr persönlich an Matthäus zu übergeben. Als Dankeschön wurden beide noch zu einem Essen eingeladen, bevor es für sie weiter nach Hause ging.


Ein Beitrag von Bea


Zeitungsartikel:






Quelle: Lünepost

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